Was heißt hier Kunst?

 

Eine Frage, die immer wieder kontrovers diskutiert wird. Eine Antwort lautet: Fraktale Kunst, ein Untergebiet der Digitalen Kunst, ist der Fotografie ähnlicher als der Malerei. Mit einer einfachen Kamera kann jedermann schöne Bilder machen, ein erfahrener Fotograf wird aber für seine Bilder eine umfangreiche Ausrüstung verwenden, die es ihm erlaubt, nichts dem Zufall überlassen zu müssen. Die Auswahl von Kamera, Objektiv, Blende, Belichtungszeit beeinflussen jedes Detail der Aufnahme, ausgefeilte Labortechniken sowie digitale Nachbearbeitung erweitern diese Möglichkeiten.

Ähnlich ist es in der fraktalen Kunst. Das Programm ersetzt die Kamera, die Formel das Objektiv, die Suche nach dem richtigen Ausschnitt ist, anders als bei der Fotografie, eher eine Reise ins Unbekannte, dafür sind bei der Farbgebung der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Bei der Formgebung sind zwar durch die verwendete Formel gewisse Vorgaben unumgänglich, die aber durch eine Vielzahl von Parametern beeinflusst werden können.

Seit etlichen Jahren nun ist die Hardware auf einem Level, auf dem dieser Prozess in absehbarer Zeit abläuft und Programme dafür gibt es vielleicht hunderte, je nachdem, welches Betriebssystem, eingesetzt wird. Viele dieser Programme beschränken sich eher auf
den mathematischen Aspekt von Fraktalen, was bedeutet, daß das Ergebnis zwar ein Fraktal ist, aus verschiedenen Gründen vom künstlerisch-ästhetischen Aspekt her aber oft kein sonderlich befriedigendes (zu wenig Farben, zu geringe Auflösung, zu wenig Möglichkeiten, Details zu justieren). Mit einigen Programme ist es jedoch seit einigen Jahren möglich, Bilder von ausgesuchter Schönheit zu erstellen. Davor allerdings ist, ähnlich wie bei einem Fotografen, viel Detailarbeit erforderlich.

Die Basis eines fraktalen Bildes ist eine mathematische Formel aus der ein Programm Bilder errechnet. Das Besondere an allen fraktalen Bildern ist ihre (theoretisch unendliche) Tiefe. Je höher die Anzahl der Iterationen (= Wiederholung, d.h. in diesem Falle des Rechenschrittes), desto detaillierter erscheint das Fraktal bei weiterem hineinzoomen, desto länger aber auch das Rendern des fertigen Bildes.

Wie entsteht ein fraktales Bild?

Nach der Auswahl des Programmes wird der Output im Wesentlichen von folgenden Faktoren beeinflußt:

1. Auswahl der Formel.

2. Testen dieser Formel mit unterschiedlichen Parametern, Variablen und Funktionen.

3. Suchen, auswählen und vergrößern eines Zoombereiches.

4. Wiederholen von Schritt 3 bis ein Ergebnis interessant erscheint bzw. Abbruch und wieder bei Schritt 1 oder 2 beginnen.

5. Variieren der Farbgebung.

6. Unter Umständer wieder ganz von vorne anfangen.

7. Mit anspruchsvollen Bildbearbeitungsprogrammen das Endergebnis so aufbereiten, daß großformatige Drucke in hoher Auflösung möglich sind.

 

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